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B"H
   

Liebe Freunde,

ehrlich gesagt hatte ich immer schon so meine Probleme mit Lance Armstrong. Ja, ich habe ein paar Freunde, die überzeugte Radfahrer sind, daher musste ich meine fehlende Bewunderung für diesen Mann, der bei vielen Menschen beliebter als Moses war, diskret verstecken. Als mich aber jemand davon überzeugte, sein Buch zu lesen, war ich dann doch voller Bewunderung, bis ich zu der Stelle kam, wo er beschreibt, wie er seine Frau verließ, die ihn während seiner Krebserkrankung gepflegt hatte...

Somit war ich nicht tief erschüttert, als die Lawine losging und diese Woche ihren Höhepunkt auf dem Altar der Vergebung, d. h. Oprahs Sofa, fand. Ich sehe nicht fern und somit klebten meine Augen nicht am Bildschirm, aber seltsamerweise fange ich an, Mitleid mit ihm zu haben, seitdem das olympische Kommitee und die U.S. Postal hinter ihm her sind.

Ja, er hat auf alle Fälle so einige Probleme, große Probleme und er ist unehrlich, arrogant, manipulativ und hat all die anderen Eigenschaften, die ihn dorthin gebracht haben, wo er heute ist, und die fürchterlich sind. Doch kann irgendeiner von uns wirklich behaupten, vollkommen frei von all diesen missbrauchten Substanzen zu sein - der Substanz des Charakters, ohne leistungsstärkende Mittel. Ich persönlich würde meine Seele lieber nicht überprüfen lassen.

Doch manchmal ist so ein Test gar nicht schlecht. Es bedeutet nicht das Ende der Welt, in sich hineinzuschauen und sich seinen eigenen Dämonen zu stellen, auch wenn man dabei keine Goldmedaillen verliert, so wie andere Menschen gerne Gewicht verlieren würden. In der Tat könnte es möglich sein, in der dunkelsten Ecke das hellste Licht zu finden.

Es gibt eine oft gestellte Frage hinsichtlich G-ttes Aufforderung an Moses, wenn Er sagt "KOMM" zum Pharao, obwohl es eigentlich heißen sollte "GEH" zum Pharao.

Die Antwort, die in vielen Kommentaren hierauf gegeben wird, ist, dass G-tt Moses damit andeuten will, "Ich bin da und warte auf dich, hab also keine Angst."

Es gibt jedoch eine andere weit verbreitete Frage bezüglich des Wortes "komm", welche impliziert, dass der Pharao die Oberhand hatte, er war die dominierende Kraft bei dieser Verhandlung, und Moses musste zu ihm "kommen" und war auf dessen guten Willen angewiesen.

Der Grund hierfür war vielleicht, dass Moses diese böse Macht in dessen dominantester und mächtigsten Umgebung aufsuchen musste. Den Pharao auf dessen Sitz der Macht zu besuchen, war der einzige Weg, wie Moses wirklich dessen Energie besiegen konnte und diese zu etwas Mächtigem umwandeln konnte.

Auf persönlicher Ebene versuchen wir oftmals, unseren größten Problemen aus dem Weg zu gehen, weil diese am meisten weh tun - so wie in der Geschichte, die mir mein spiritueller Mentor in der Jeschiwa gerne erzählte, wo ein Mann seinem Zahnarzt seinen gesunden Zahn zeigte, weil er wusste, dass das Herumstochern in seinem kaputten Zahn mehr weh tun würde.

Und daher sagt G-tt zu Moses "komm", denn wenn wir uns bewusst werden, dass wir nicht alleine gehen, sondern dass wir die Macht des ultimativ Guten in uns und neben uns haben, dann können wir dem inneren Pharao entgegentreten und diese ominösen Laster in optimale Tugenden verwandeln.

Nein, ich sage nicht, dass ich Lance bemitleide, denn er hat eindeutig hart dafür gearbeitet und seine derzeitige "Etappe" auf seiner Reise redlich verdient. Aber dennoch wünsche ich ihm Kraft - jetzt, wo seine Pharaonen zum Vorschein gekommen sind - mit Bescheidenheit und Glauben, seinen inneren guten Kern zu entdecken und dass G-tt ihn zu seiner Erlösung führen möge.

Und was uns angeht, so sollten wir nicht dasitzen und mit Genugtuung den Abstieg eines anderen betrachten - lasst uns von ihnen lernen, dass wir dem Guten in uns sowie G-tt vertrauen können und sollten, um uns unseren Pharaonen zu stellen und uns von diesen befreien können.

Ich wünsche Euch einen Schabbat des Lernens, wie man wirklich lebt,

Gut Schabbos und Schabbat Schalom,

 

Rabbiner Yehuda Teichtal

 
  Sechswöchiger JLI-Kurs ab 30.01.2013, immer mittwochs

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Soul Maps - Landkarten der Seele

Kabbala als Navigationshilfe für Ihre innere Welt

Ein neuer sechswöchiger Kurs ab 30.01.2013

Sechsmal mittwochs, beginnend am Mittwoch, 30. Januar 2013, um 19.30 bis 21.00 Uhr

Ort: Jüdisches Bildungszentrum Chabad, Münstersche Str. 6, 10709 Berlin

Teilnahmegebühr: 30 EUR (für Paare 50 EUR) - Begleitbuch inbegriffen

Anmeldung: www.MyJLI.com/Germany

Um sich einen Kurzfilm anzusehen, klicken Sie bitte hier:

http://youtu.be/zbp-nBStA4A

 
  JLI-Kursübersicht

30. Januar - Seelenwörter

Wenn Sie so ein guter Mensch sind, warum kommen Sie sich dann manchmal innerlich so gemein vor? Und wenn Sie so ein schlechter Mensch sind, warum haben Sie dann Gewissensbisse? So wie Freud ein Vokabular entwickelt hat, mit dem man über die Psyche sprechen kann, bietet Tanja zentrale Begriffe und Modelle, die es Ihnen erlauben, über Ihre Seele (oder Seelen) zu sprechen. Was für ein Mensch sind Sie? Was ist die Ursache innerer Konflikte? Diese Lektion führt den Wortschatz ein, den Sie brauchen, um diese Fragen zu beantworten.

6. Februar - Sich in den Griff bekommen

Es kann aufschlussreich sein, zu erfahren, warum man Versuchungen erliegt, denen man lieber widerstanden hätte. Gibt es denn eine Strategie, Selbstkontrolle zu erreichen? Diese Lektion bietet praktische Leitlinien dafür, wie man Schwächen überwinden und lernen kann, sein Verhalten zu kontrollieren.

13. Februar - Synchronisieren oder sinken

Wenn die Leidenschaften Ihres Herzens Sie in die eine Richtung ziehen und Ihr besonnener Verstand in eine andere, kann ein solcher Widerstreit qualvollsein. Diese Lektion zeigt Ihnen zwei Methoden, wie man Verstand und Gefühl in Einklang bringen und dadurch Stress vermindern und entschlossen leben kann.

20. Februar - Der Freudentag

Wenn man ständig Zweifel hat und unglücklich ist, kann das langsam Kräfte abziehen und den Willen zur Selbstveränderung schwächen. Freude gibt dagegen den Anstoß, der es Ihnen ermöglicht, jeden Tag mit Begeisterung und Entschlossenheit zu leben. Diese Lektion eröffnet hilfreiche Perspektiven dafür, eine positive Einstellung zu entwickeln.

27. Februar - Der große Zusammenhang

Auch wenn Sie Methoden gelernt haben, persönliche Herausforderungen zu bewältigen und das Gute anzustreben, fragen Sie sich vielleicht, warum das überhaupt wichtig ist. Welchen Sinn haben unvollkommene Versuche zur Selbstvervollkommnung? Verurteilt uns unser menschliches Versagen dazu, Versager zu sein? Oder bieten Ihnen Ihre Schwächen sogar eine Gelegenheit, einen einmaligen Beitrag zur Welt zu leisten? Die fünfte Lektion hilft Ihnen, Frieden mit Ihren inneren Auseinandersetzungen zu schließen, indem Sie Ihren Platz im großen Plan der Welt betrachten.

6. März - Haben Sie Herz!

Der größte Teil von Tanja befasst sich damit, wie Sie Kontrolle über Ihre Handlungen gewinnen können, selbst wenn Ihre Gefühle und Motive nicht immer rein sind. Für diejenigen, die genug Geduld haben, eine langfristige Veränderung anzugehen, führt diese letzte Lektion Meditationen und Leitlinien ein, mit denen Sie Ihr Wesen im Lauf der Zeit umformen können. Dabei gilt es zu erkennen, dass der wahre Schlüssel zu einem zielgerichteten Leben zielgerichtetes Verhalten ist.

 
  Vortrag von Rabbiner Moshe Rappaport anlässlich des 10. Schwat (Jud Schwat)

Am vergangenen Sonntag war die 63. Jahrzeit des Lubawitscher Rebbe. Eine seiner wichtigsten Botschaften war die, Respekt und Liebe gegenüber jedem Menschen zu zeigen, auch wenn dieser anders ist als wir. Aus diesem Anlass fand ein Zusammentreffen statt. Der Gastredner, Rabbiner Moshe Rappaport, hat einen Vortrag darüber gehalten, wie man heutzutage praktizierender Jude sein kann und gleichzeitig in der Welt integriert ist. Rabbiner Rappaport ist IBM-Spezialist und Technologieforscher. Er berichtete über seinen 40 Jahre dauernden Kontakt mit dem Rebbe und seine Erfahrungen, im Judentum und gleichzeitig in der Welt der Technologie tätig zu sein. Während des Abends haben die Teilnehmer Fragen gestellt und miteinander diskutiert.

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  TuBiSchwat - Das Neujahr der Bäume und Pflanzen

An diesem Schabbat ist TuBiSchwat - das Neujahr der Bäume und Pflanzen.

Auf unserer Website gibt es eine besondere Seite anlässlich dieses Fests; bitte klicken Sie hier:

chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/465354/jewish/Tu-BiSchwat.htm

 
  TuBiSchwat-Fest am 25. Januar 2013, 18.30 Uhr, im Israelischen Bet Chabad am Alexanderplatz

Anlässlich von "Seder Tu Bischwat" sind alle in das Israelische Bet Chabad am Alexanderplatz eingeladen.

Das Fest findet am Freitag, 25. Januar 2013, statt.

Im Programm:
18:30 Uhr - Gebet von "Kabbalat Schabbat"
19.00 Uhr - Schabbat-Essen und Verkostung von Früchten während des Essens.

Der Eintritt ist frei.

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  TuBiSchwat-Workshop am Sonntag, 27. Januar 2013, 12.30 bis 14.00 Uhr

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  Vortrag in russischer Sprache von Rabbiner Alexander Artowski am Dienstag, 05. Februar 2013, 19.00 Uhr

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  Purim-Feier am Sonntag, 24.02.2013, um 14.00 Uhr

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  Restaurant Milo, Münstersche Str. 6, 10709 Berlin

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  Mazal Tov!

Ein herzliches Mazal Tov an Nerli Wainstejn anlässlich ihrer Bat Mitzvah!

 
Diese Woche bei www.ChabadBerlin.de
   
Wochenabschnitt
Lechem Mischne: Die beiden Schabbat-Brote
Um dem jüdischen Volk zu ermöglichen, Schabbat zu beachten und das Manna am Ruhetag nicht ins Zelt zu tragen oder vorbereiten zu müssen, belieferte sie G-tt vorsorglich schon am Freitag mit einer doppelten Portion Manna. Deshalb beginnt jede Schabbat-Mahlzeit mit zwei Brot-Laiben.
   
Leitgedanke der Woche
"Die Hand auf dem Thron G–ttes; G-tt führt Krieg gegen Amalek"
Unser Leitgedanke zu Beschalach
   
Schabbat
Schabbat von A bis Z
a) Lasse von deiner Arbeit am frühen Freitagnachmittag ab, so dass du Zeit hast den kommenden Schabbat zu Hause vorzubereiten. ... j) Man füllt einen Kidduschbecher mit Wein oder Traubensaft und rezitiert den Kiddusch, der die Heiligkeit des Schabbats erklärt. ...
   
Der Rebbe
Die Aufgabe des Rebbe
Rabbi Josef Weinberg arbeitete mehr als vierzig Jahre eng mit dem Lubawitscher Rebbe zusammen, der Chabad Lubawitsch seit 1951 leitete.


Der jüdische Kalender
  Mittwoch Schwat 12 | Januar 23
  Donnerstag Schwat 13 | Januar 24
Heute in der jüdischen GeschichteDer Todestag von Rebbetzin Schterna Sara (1942)
  Freitag Schwat 14 | Januar 25
Heute in der jüdischen GeschichteDer Todestag von P'nei Jehoschua (1755)
  Schabbat Schwat 15 | Januar 26
Tu BiSchwat
Gesetze und BräucheDas Neujahr der Bäume
Gesetze und BräucheSchabbat Schira
  Sonntag Schwat 16 | Januar 27
  Montag Schwat 17 | Januar 28
Heute in der jüdischen GeschichtePurim Saragossa (1421)
  Dienstag Schwat 18 | Januar 29
  Mittwoch Schwat 19 | Januar 30
  Donnerstag Schwat 20 | Januar 31
Heute in der jüdischen GeschichteDie Geburt von Ascher (1562 BCE)
  Freitag Schwat 21 | Februar 1
  Schabbat Schwat 22 | Februar 2
Heute in der jüdischen GeschichteDas Ableben des Kozker Rebbe (1859)
Heute in der jüdischen GeschichteDie Jahrzeit der Rebbetzin (1988)
 
 
Kerzenzünden Zeiten für
Berlin, Germany:
Schabbat Kerzenzünden:
Freitag 25 Jan
16:20 Uhr
Schabbat endet:
Schabbat 26 Jan
17:36 Uhr
Tora Abschnitt: Beschalach
 


 

 


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